Ich bin Britta.

Ganz einfach. Ach, ne. Nicht wirklich.

 

Wenn ich beim Zähne putzen vorm Spiegel stehe, muss ich jedes Mal „morgens Aronal, abends Elmex“ murmeln und greife dann doch zur falschen Tube. 

Wenn ich mal wieder völlig überstürzt los muss, renne ich noch ein bis dreimal zurück, um beim vierten Mal meinen Hausstürschlüssel drinnen liegen zu lassen.

Wenn ich mir vornehme, einen souveränen ersten Eindruck zu hinterlassen kommt sowas wie: Mein Britta ist Name.

 

Ich bin so. Herzlich. Verpeilt. Durchaus auch souverän aber dabei immer aus dem Herz heraus.

Ich esse für mein Leben gern Schokolade, trinke gerne einen über den Durst, bin lieber draußen als drinnen, lache viel – und gern auch über mich.

Ich höre gern genau hin und sehe gern das Detail.

Ich versuche die Blickwinkel der Einzelnen nachzuvollziehen.

Und ich träume mit Vergnügen. Dabei vergesse ich gern die Realität.

Denn ja, ich stelle mir so oft vor, mein Leben wäre ein Disney-Film. Nicht die mit den Prinzessinnen. Eher die mit den Chaoten. Dort, wo alles drunter und drüber geht. Mit denen, die die wildesten Abenteuer erleben. Die, die die schrägsten Freunde haben. Die, die bei Problemen Lösungen finden oder Hilfe bekommen. Vom Schicksal, von einem der schrägen Freunde oder von einem Fremden. Die Filme, in denen das Böse echt übel zuschlägt manchmal, aber niemals nimmer nie gewinnen wird. Die Filme mit kitschigem Happy End.

So in etwa ist mein Leben und es gab Zeiten, da habe ich mich dafür geschämt. Jede Kritik am „Anders-Sein“ hat mich klein gemacht.

Dabei ist „Anders nicht falsch, bloß´ ne Variante von… richtig… Und es geht nicht darum, wie hoch du springen kannst, sondern wie hoch du glaubst, dass du springen kannst…“ (Julia Engelmann) 

 

Durch viele, viele Dinge - schön und unschön - bin ich mittlerweile fest davon überzeugt, sehr hoch springen zu können.

Das erlebt ihr nun hier. Ihr erlebt mich.

Ich könnte auch schreiben, wie lange ich schon fotografiere. Aber wen´s interessiert, der kann fragen.

 

 

Und wer fotografiert werden will, der kann kann auch fragen.